Zwischen KI, Robotik und Plattformen: Eindrücke vom Online Print Summit 2026
Der Online Print Summit in München brachte auch 2026 wieder internationale Branchenexperten, Technologieunternehmen und Druckunternehmer zusammen. Im Mittelpunkt standen Themen wie KI in der Druckproduktion, neue Marketingstrategien, Robotik und digitale Plattformmodelle. Wir waren vor Ort und geben einen ersten Einblick in spannende Impulse, die wir aus München mitnehmen. In der kommenden Woche berichten wir ausführlicher über unsere Eindrücke und Learnings.
Der Online Print Summit in München hat auch in diesem Jahr gezeigt, wie dynamisch sich die Druckindustrie weltweit verändert. Zwei Tage lang diskutierten Branchenexperten, Technologieunternehmen und Druckunternehmer über neue Geschäftsmodelle, technologische Entwicklungen und die Rolle von Print in einer zunehmend digitalen Kommunikationswelt. Für uns war der Summit vor allem eine wertvolle Gelegenheit, Entwicklungen aus anderen Märkten kennenzulernen, Perspektiven zu vergleichen und neue Ideen für die Branche mitzunehmen.
Technologien, Märkte und neue Geschäftsmodelle
Ein besonders prägnanter Impuls kam in der Keynote von Bernd Zipper, der skizzierte, wie künstliche Intelligenz die Marktentwicklung der Druckindustrie beschleunigen könnte. Automatisierte Workflows, datengetriebene Prozesse und stärker personalisierte Druckprodukte könnten die Transformation der Branche in den kommenden Jahren deutlich vorantreiben.
Auch der US-amerikanische Branchenexperte Rusty Pepper zeigte auf, wie sich Marketingprozesse verändern und welche Rolle Print in modernen Marketing-Supply-Chains spielen kann. Gerade in einer schnelllebigen digitalen Kommunikationswelt könne Print dort Aufmerksamkeit schaffen, wo digitale Inhalte im Strom der Informationen schnell wieder verschwinden – insbesondere im B2B-Marketing.
Automatisierung, Plattformen und neue Perspektiven
Einen Blick auf mögliche Entwicklungen in der industriellen Produktion eröffnete Enes Ciritci, der über Fortschritte in der Robotik sprach. Moderne Systeme sind inzwischen in der Lage, zahlreiche Pick-and-Place-Tätigkeiten zu übernehmen. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels könnte diese Entwicklung für viele Produktionsunternehmen künftig an Bedeutung gewinnen.
Der französische Branchenstratege Ludovic Martin lenkte den Blick auf Marketing und Markenkommunikation und beobachtet in vielen Märkten eine zunehmende „Re-Analogisierung“, also eine bewusste Hinwendung zu physischen Medien, die Aufmerksamkeit bündeln und Inhalte fokussierter vermitteln können. Entscheidend sei dabei ein konsequent zielgruppenorientiertes Marketing und eine starke Verbindung von Print mit datengetriebenen Kommunikationsstrategien.
Eine internationale Perspektive brachte Cui Wen Feng von Grandprint (Sheng Da) ein. Er stellte vor, wie sein Unternehmen eine hochautomatisierte Produktionsstruktur aufgebaut hat, in der zahlreiche kleinere Druckshops ihre Aufträge bündeln und in einer großskaligen Druckfabrik fertigen lassen. Dieses Modell zeigt eindrucksvoll, wie stark Plattformlogiken und automatisierte Produktionssysteme die Branche verändern können. Auch die Startup-Pitches boten Einblicke in neue Geschäftsmodelle, etwa rund um Fälschungsschutz, Blockchain-basierte Anwendungen, KI-gestützte Gestaltung oder gedruckte Bilder, die als Zugang zu digitalen Inhalten dienen.
Mehr Eindrücke folgen – Termin für 2027 steht bereits
All das sind erste Eindrücke aus München. In der kommenden Woche werden wir ausführlicher über unsere Beobachtungen und Learnings vom Online Print Summit berichten und darauf eingehen, welche Impulse sich daraus für Druck- und Medienunternehmen ableiten lassen.
Schon jetzt lohnt sich ein Blick nach vorn: Der nächste Online Print Summit 2027 findet vom 12. bis 14. April 2027 erneut in München statt – ein Termin, den sich Brancheninteressierte bereits jetzt vormerken sollten.