Staatssekretär Dr. Severin Fischer im Dialog mit der Druckindustrie in Berlin
Wie bleibt der Industriestandort Berlin wettbewerbsfähig? Welche politischen Rahmenbedingungen braucht der Mittelstand? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Dialogs zwischen Staatssekretär Dr. Severin Fischer und Vertreterinnen und Vertretern der Druck- und Medienbranche zum Auftakt der Verbände NordOst und Mitteldeutschland beim Deutschen Druck- und Medientag 2026 in Berlin. In offener Atmosphäre wurden Herausforderungen wie Energiepreise, Bürokratie, Fachkräftesicherung und Transformation diskutiert.
Berlin. Wie gelingt es, produzierenden Mittelstand und industrielle Wertschöpfung dauerhaft in Berlin und Deutschland zu sichern? Diese Frage stand im Mittelpunkt des gemeinsamen Auftaktabends der Verbände Druck und Medien NordOst und Mitteldeutschland zum Deutschen Druck- und Medientag 2026. Mehr als 80 Unternehmerinnen und Unternehmer, Partner sowie Gäste aus Politik und Wirtschaft kamen in den RIVO Spreeterrassen in Berlin zusammen, um über die Zukunft der Druck- und Medienbranche zu diskutieren.
Mit Dr. Severin Fischer, Staatssekretär für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin, konnten die Verbände einen hochkarätigen Gesprächspartner begrüßen. In seiner Dinner Speech und der anschließenden Diskussion, die von Kommunikationsberater Martin Brüning moderiert wurde, griff Fischer zahlreiche Themen auf, die die mittelständisch geprägte Druck- und Medienbranche derzeit besonders bewegen.
Dabei spannte er den Bogen von der in der Vorwoche beschlossenen Deep Tech Berlin Agenda über den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in marktfähige Innovationen bis hin zu wettbewerbsfähigen Energiepreisen, sinkenden Netzentgelten, einer angekündigten Verwaltungsreform zum Bürokratieabbau, schnelleren Gründungsprozessen, dem Business Immigration Service zur Gewinnung internationaler Fachkräfte sowie der Sicherung von Gewerbeflächen und Unternehmensnachfolgen. Besonderen Stellenwert maß Fischer der Wissenschaft bei und hob ausdrücklich die Berliner Hochschule für Technik (BHT) hervor, die mit ihrem Fachbereich Druck- und Medientechnik auch für die Druckindustrie von zentraler Bedeutung ist.
„Die Themen des Abends haben eindrucksvoll gezeigt, dass Politik und Wirtschaft bei vielen Herausforderungen dieselbe Agenda verfolgen. Entscheidend ist nun, dass aus den richtigen Analysen auch konkrete Verbesserungen für unsere Unternehmen werden - insbesondere im Bereich der Bürokratieentlastung“, sagte Philipp von Trotha, Geschäftsführer des Verbandes Druck und Medien NordOst.
Wie aktuell diese Themen sind, zeigt auch das Branchenbarometer 2026 der Verbände. Schon vor der offiziellen Veröffentlichung der Ergebnisse steht fest: Die größte Belastung sehen die befragten Druckunternehmen derzeit in der zunehmenden Bürokratie und regulatorischen Anforderungen. Es folgen die anhaltende Konjunkturschwäche, steigende Personal- und Energiekosten sowie der Nachwuchsmangel. Gleichzeitig investieren viele Unternehmen weiterhin konsequent – insbesondere in moderne Maschinen und Digitalisierung. Für die Verbände ist dies ein klares Signal: Der Wille zur Transformation ist vorhanden, verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen sind aber nötiger denn je.
In der Diskussion mit Dr. Fischer machten die Vorstandsvorsitzenden Martin Koschei (Verband Druck und Medien NordOst) und Christian Heinrich (Verband Druck und Medien Mitteldeutschland) deutlich, dass die Druck- und Medienbranche ihre Zukunft aktiv gestalten will. Voraussetzung dafür seien wettbewerbsfähige Energiepreise, spürbare Entlastungen von Bürokratie, die Sicherung von Fach- und Nachwuchskräften sowie innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen.
Der Auftaktabend machte zugleich deutlich, welche Bedeutung der persönliche Dialog zwischen Politik und Wirtschaft hat. Die Druck- und Medienbranche versteht sich als innovativer Teil des industriellen Mittelstands und möchte ihre Erfahrungen aktiv in die wirtschaftspolitische Debatte einbringen. Der offene Austausch mit Staatssekretär Dr. Severin Fischer setzte hierfür ein wichtiges Signal.
Über den VDMNO
Der Verband Druck und Medien NordOst e.V. (VDMNO) ist der Wirtschafts- und Arbeitgeberverband der Druck- und Medienbranche in Berlin, Brandenburg, Bremen und Niedersachsen. Er vertritt die wirtschaftlichen, politischen und tariflichen Interessen seiner Mitgliedsunternehmen, unterstützt sie mit Beratung, Netzwerken, Bildung und praxisnahen Dienstleistungen und setzt sich für die Zukunftsfähigkeit der Branche ein. Als starke Gemeinschaft verbindet der VDMNO Unternehmen, fördert Innovation und Transformation und bringt die Stimme der Druck- und Medienwirtschaft in Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit ein.
