Interessensvertretung

SPD-Spitzenkandidat Krach im Dialog mit der Wirtschaft zur Berlin-Wahl 2026

Mit einem wirtschaftspolitischen Frühstück ist die UVB-Gesprächsreihe zur Abgeordnetenhauswahl im September 2026 gestartet. Rund 20 Verbände – darunter der VDMNO – diskutierten mit SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach über zentrale Standortfragen wie Bürokratieabbau, Bauen und die Ausbildungsplatzumlage. Krach zeigte sich dialogorientiert und räumte Herausforderungen beim Investitionsklima ein.

Mit einem wirtschaftspolitischen Frühstück haben die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) ihre etablierte Gesprächsreihe mit den Spitzenkandidaten zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2026 eröffnet. Das Format bietet der Wirtschaft in der Hauptstadtregion die Gelegenheit zum direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgern. Zum Auftakt war Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD, zu Gast.

Rund 20 Wirtschafts- und Arbeitgeberverbände folgten der Einladung ins Haus der Wirtschaft, um zentrale Anliegen der Berliner Wirtschaft zu diskutieren – darunter auch der VDMNO. Die Moderation übernahmen UVB-Präsident Stefan Moschko sowie UVB-Hauptgeschäftsführer Alexander Schirp.

Grundlage der Gespräche ist das aktuelle Positionspapier der UVB unter dem Titel „Wachstumsstark. Widerstandsfähig. Sicher. Unsere Agenda für ein dynamisches Berlin“, das zentrale wirtschaftspolitische Forderungen der Verbände bündelt und in die Diskussion mit den Kandidatinnen und Kandidaten eingebracht wird. Im Mittelpunkt des Austauschs standen Themen wie Bürokratieabbau, Wohnungsbau sowie die beschlossene Ausbildungsplatzumlage in Berlin. Diese sieht vor, Unternehmen finanziell zu beteiligen, wenn sie nicht oder zu wenig ausbilden – ein Instrument, das in der Wirtschaft weiterhin kritisch bewertet wird.

Steffen Krach präsentierte sich als pragmatischer und lösungsorientierter Gesprächspartner. Er betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Politik und Wirtschaft und verwies darauf, dass im Entwurf des SPD-Wahlprogramms für 2026 das Kapitel zur Wirtschaft bewusst an erster Stelle stehe. Zugleich erkannte Krach an, dass das Investitionsklima in Berlin derzeit von vielen Unternehmen als schwierig wahrgenommen werde. Es sei Aufgabe der Berliner Politik, hier Vertrauen zurückzugewinnen und ein positives Signal für Investitionen zu setzen.

Die Gesprächsreihe der UVB findet im Vorfeld der Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September 2026 statt und wird in den kommenden Wochen mit weiteren Spitzenkandidatinnen und -kandidaten fortgesetzt. Der VDMNO wird die Interessen der Druckindustrie mit Blick auf die Abgeordnetenhauswahlen aktiv in den politischen Dialog einbringen. Dabei stehen die anwachsenden Dokumentations-und Berichtspflichten im Fokus, die von vielen Mitgliedsunternehmen als herausfordernd wahrgenommen werden. Auch vor dem Hintergrund jüngerer politischer Entscheidungen – wie der Einführung der Ausbildungsplatzabgabe – sieht die Branche weiteren Gesprächsbedarf, um die Rahmenbedingungen für einen starken und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort Berlin nachhaltig zu verbessern.