Interessensvertretung
Aus dem VDMNO

Mitgliederversammlung 2026: Klare Entscheidungen für einen starken Verband

Tagung in Berlin am 25. Juni 2026

Mit strategischen Zukunftsfragen, personellen Veränderungen und Beschlüssen zur weiteren Entwicklung des Verbandes stand die Mitgliederversammlung des Verbandes Druck und Medien NordOst e.V. (VDMNO) am 25. Juni 2026 ganz im Zeichen der Zukunftsfähigkeit. Im Berliner Haus der Presse informierten Vorstand und Geschäftsführung über das Geschäftsjahr 2025, die finanzielle Entwicklung sowie die geplante strategische Ausrichtung des Verbandes.

Am 25. Juni 2026 fand in Berlin die Mitgliederversammlung des Verbandes Druck und Medien NordOst e.V. (VDMNO) statt. Nach der Eröffnung und den formalen Regularien standen zunächst der Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025 sowie die Berichte von Vorstand und Geschäftsführung auf der Tagesordnung. Anschließend informierte der Verband über die strategische Weiterentwicklung der Verbandsorganisation.

Verbandsorganisation im Wandel

Martin Koschei, Vorsitzender des VDMNO, stellte der Mitgliederversammlung das Zielmodell für die zukünftige Ausrichtung der Verbandsorganisation vor. Als Mitglied des verbandsübergreifenden Gremiums zur Erarbeitung des Konzepts erläuterte er die Hintergründe und Ziele des Reformprozesses.

Ausgangspunkt ist der seit Jahren anhaltende Strukturwandel der Druck- und Medienbranche. Sinkende Betriebs- und Beschäftigtenzahlen, veränderte politische Rahmenbedingungen sowie die angespannte finanzielle Situation vieler Verbände machen Anpassungen erforderlich. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie die Verbände künftig noch schlagkräftiger, effizienter und zugleich näher an den Bedürfnissen ihrer Mitgliedsunternehmen aufgestellt werden können. Ziel ist eine moderne Verbandsorganisation mit klaren Zuständigkeiten, schnelleren Entscheidungswegen, bundesweit vergleichbaren Leistungen und einer nachhaltig gesicherten finanziellen Basis. Gleichzeitig soll die regionale Nähe zu den Mitgliedsunternehmen erhalten bleiben.

Das vorgestellte Zielmodell setzt auf eine engere Zusammenarbeit innerhalb der Verbandsorganisation, den Abbau von Doppelstrukturen und die Bündelung gemeinsamer Aufgaben. Ziel ist es, Ressourcen effizienter einzusetzen, die Mitgliedergewinnung zu stärken und die politische Interessenvertretung weiter auszubauen.

Die Mitgliederversammlung nahm die vorgestellten Überlegungen mit großem Interesse auf und diskutierte sie ausführlich. Einigkeit bestand darin, dass die Verbandsorganisation den Veränderungen im Markt aktiv begegnen und sich konsequent weiterentwickeln muss.

Personelle Veränderungen im Vorstand und der Rechnungsprüfung

In diesem Jahr waren zwar keine regulären Wahlen vorgesehen, dennoch kam es infolge personeller Veränderungen zu mehreren Neubesetzungen.

Hintergrund war die Kandidatur von Dr. Bertram Stausberg für das Amt des Präsidenten des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM). In diesem Zusammenhang legte er sein Amt als Finanzvorstand des VDMNO nieder.

Die Mitgliederversammlung wählte Fabian Roessing von der Werner Achilles GmbH & Co. KG aus Celle einstimmig zum neuen Finanzvorstand. Roessing gehört dem Vorstand des VDMNO bereits seit mehreren Jahren an und übernimmt künftig die Verantwortung für das Finanzressort.

Ebenfalls einstimmig wurde Marlene Thun von der Scholz Druck & Verlag GmbH aus Bremen neu in den Vorstand gewählt. Sie war bislang Mitglied des Beirats und bringt ihre Erfahrung künftig in die Vorstandsarbeit ein.

Auch bei den Rechnungsprüfern gab es eine personelle Veränderung. Marco Schneider (oeding print GmbH, Braunschweig) schied aus seinem Amt aus.

Die Mitgliederversammlung wählte Ralf Büttner von der Sattler Media Group einstimmig zum neuen Rechnungsprüfer. Gemeinsam mit Carsten Wilkesmann übernimmt er künftig die Rechnungsprüfung des Verbandes.

Der VDMNO dankt Dr. Bertram Stausberg und Marco Schneider herzlich für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement und ihren wertvollen Einsatz für den Verband.

Fabian Roessing, Marlene Thun und Ralf Büttner gratuliert der Verband zu ihrer einstimmigen Wahl und bedankt sich für ihre Bereitschaft, Verantwortung im Ehrenamt zu übernehmen.

Finanzielle Entwicklung und Ausblick

Vorstand und Geschäftsführung berichteten bei der Versammlung ausführlich über die wirtschaftliche Lage des Verbandes sowie die Finanzplanung für die kommenden Jahre. Dabei wurde deutlich, dass sich die Situation in einzelnen Bereichen zwar stabilisiert hat, strukturelle Herausforderungen jedoch weiterhin bestehen.

Die nachhaltige Finanzierung des Verbandes bleibt eine zentrale Aufgabe. Entscheidend sind die Gewinnung neuer Mitgliedsunternehmen und die langfristige Bindung bestehender Mitglieder. Parallel setzt der Verband seinen Konsolidierungskurs fort und überprüft kontinuierlich seine Kostenstruktur sowie die Priorisierung von Projekten und Leistungen.

Auch der Haushaltsvoranschlag für 2026 sowie der Ausblick auf 2027 wurden vorgestellt. Ziel bleibt es, die finanzielle Stabilität und Handlungsfähigkeit des Verbandes langfristig zu sichern.

Im Anschluss an die Aussprache folgte die Mitgliederversammlung der Empfehlung der Rechnungsprüfer und erteilte Vorstand, Beirat und Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2025 Entlastung.

Mitglieder können jederzeit Einsicht in die vollständigen Finanzunterlagen einschließlich der Jahresrechnung und des Haushaltsvoranschlags nehmen.

Beitragsordnung vereinfacht

Mit einem weiteren einstimmigen Beschluss modernisierte die Mitgliederversammlung die Beitragsordnung des Verbandes. Die bisherigen Beiträge Normalbeitrag, Beitrag für die sozialpolitische Arbeit sowie der Beitrag zur überbetrieblichen Ausbildung werden künftig zu einem einheitlichen Verbandsbeitrag zusammengefasst. Die Änderung vereinfacht die Beitragsstruktur und erhöht die Transparenz, ohne dass sich die Beitragshöhe für die Mitgliedsunternehmen verändert.

Ausklang der Mitgliederversammlung

Zum Abschluss der Mitgliederversammlung nutzten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Gelegenheit zum persönlichen Austausch über aktuelle Branchenthemen und die künftige Entwicklung des Verbandes. Trotz hochsommerlicher Temperaturen von deutlich über 30 Grad blieb die Beteiligung bis zum Ende hoch und unterstrich das große Interesse der Mitglieder an der gemeinsamen Weiterentwicklung ihres Verbandes.