Verbände-Projekt: Mehr Sicherheit für Zeitungszusteller

BG etem

Der Bereich der Zeitungszustellung ist seit vielen Jahren geprägt durch hohe Unfallzahlen. Die Verbände Druck und Medien engagieren sich gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) für das Ziel, die Sicherheit in der Zeitungszustellung zu erhöhen und die Unfallzahlen zu senken. Dabei ist Ihre Mithilfe gefragt.

Die Unfälle im Bereich der Zustellung sind seit Jahren geprägt durch ein hohes Unfallgeschehen (insbesondere Stürze) mit daraus resultierenden hohen Kosten für die Heilbehandlung und Renten. Innerhalb der BG ETEM sind im Bereich Zeitungszustellung ca. 240.000 Zusteller versichert. Das Unfallgeschehen hat, abgesehen von dem persönlichen Leid des Verunfallten, auch Auswirkungen auf den Gefahrtarif innerhalb der Branche. Der Gefahrtarif wiederum resultiert aus dem zu zahlenden Versicherungsbeitrag an die Berufsgenossenschaft. In der Präventionsförderung sehen die Verbände und auch die Berufsgenossenschaft daher ein hohes Potenzial.

Aus diesem Grund wurde erstes Informationsmaterial erstellt, welches die Belange des Arbeits- und Gesundheitsschutzes von Zeitungszustellern behandelt, auf die der bvdm gerne erneut hinweisen möchte. Dieses ist: DGUV Information 208-046 „Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Zeitungszustellung“: http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/208-046.pdf

Die DGUV Information soll helfen, Forderungen, die sich aus dem staatlichen Regelwerk oder dem der gesetzlichen Unfallversicherung ergeben, organisatorisch und praxisgerecht umzusetzen. Des Weiteren sind Informationen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung und zu Verhaltens-anforderungen an die Zustellerinnen und Zusteller enthalten.

Da die Unfallzahlen im Bereich der Zustellung aber nicht abnehmen, haben der bvdm und die BG ETEM 2018 ein verbändeübergreifendes Projekt gestartet. Im Rahmen dessen sollen Ansätze aus der Branche aufgegriffen werden, die das Ziel fördern, die Unfallzahlen zu senken.

Dafür möchten wir Beispiele aus der Praxis sammeln, die der Prävention im Bereich Zeitungszustellung dienen. Hierfür benötigen wir Ihre Hilfe: Bitte senden Sie uns Ihre Best-Practice-Beispiele zur Verbesserung der Arbeitssicherheit bei den Zustellern zu, sowie eventuell auftretende Hemmnisse und Probleme bei deren Umsetzung. Gerne können Sie uns auch andere Anregungen, Wünsche oder Optimierungsvorschläge im Bereich der Gesundheitsvorsorge bei Zustellern mitteilen. Wir können Ihre Interessen nur vertreten, wenn wir sie kennen.

Bitte senden Sie Ihre Informationen an Inge Oberheide (Telefon 0511/33806-33, E-Mail oberheide@vdmno.de).