Tarifverhandlungen Druckindustrie 2022: ver.di fordert 5 Prozent

Die Gewerkschaft ver.di fordert für die im Frühjahr 2022 beginnende Tarifrunde der Druckindustrie eine Lohnerhöhung von 5 Prozent. Der bvdm hat dies entschieden zurückgewiesen und die fehlende Bereitschaft der Gewerkschaft kritisiert, ernsthaft über eine Reform des Manteltarifvertrages zu verhandeln.

In ihrer Sitzung vom 15. November 2021 hat die ver.di-Tarifkommission mit Blick auf die im Februar 2022 beginnende Tarifrunde für die Druckindustrie beschlossen, eine Lohnerhöhung um 5 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten zu fordern. Dies geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung der Gewerkschaft hervor.

Die angekündigte Lohnforderung entspricht der Höhe nach derjenigen aus den letzten Tarifrunden in den Jahren 2016 und 2019. Zur Begründung verweist die Gewerkschaft auf die Preissteigerungsrate sowie das Verschieben der Lohn- und Gehaltserhöhungen durch den Corona-Tarifvertrag 2020. Der bvdm hat diese Forderung in einer Pressemitteilung vom 17. November 2022 zurückgewiesen, diese finden Sie in der hier.

In der Pressemitteilung der Gewerkschaft heißt es, das geltende Lohnabkommen solle zum 31. Januar 2022 gekündigt werden. Ein entsprechendes Kündigungsschreiben ist dem bvdm inzwischen zugegangen. Es ist zu erwarten, dass ver.di auch die regionalen Gehaltstarifverträge für die Angestellten kündigen wird. Bis Ende Februar 2022 herrscht Friedenspflicht, so dass frühestens ab März 2022 mit Streiks zu rechnen ist. Die Laufzeit des Manteltarifvertrages endet am 30. April 2022, anschließend gilt ebenfalls eine einmonatige Friedenspflicht.

Der Sozialpolitische Ausschuss des bvdm wird am 18. November 2021 über die Forderung der Gewerkschaft und die Positionierung der Arbeitgeber in der Tarifrunde beraten.