Telefonische Krankschreibung bei leichten Atemwegserkrankungen bis 31. März 2023 verlängert

Der Gemeinsame Bundesausschuss hat die Corona-Sonderregelung, die die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei leichten Atemwegserkrankungen nach telefonischer Anamnese ermöglicht, bis zum 31. März 2023 verlängert.

Die Regelung der Möglichkeit zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei Versicherten mit leichten Erkrankungen der oberen Atemwege nach rein telefonischer Anamnese war zunächst bis Ende November 2022 befristet.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat mit Beschluss vom 17. November 2022 entschieden, diese Sonderregelung bis zum 31. März 2023 zu verlängern. Der Beschluss tritt nach Prüfung durch das Bundesgesundheitsministerium und Veröffentlichung im Bundesanzeiger mit Wirkung vom 1. Dezember 2022 in Kraft. Damit schließt er nahtlos an die Vorregelung an. Grund für die Verlängerung sei neben dem weiterhin hohen Corona-Infektionsgeschehen auch die gleichzeitig in den kommenden Monaten zu erwartende Erkältungs- und Grippesaison.

Es gilt also weiterhin: Die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei Versicherten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik vorweisen, ist für einen Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen auch nach rein telefonischer Anamnese möglich. Das Fortdauern der Arbeitsunfähigkeit kann im Wege der telefonischen Anamnese einmalig für einen weiteren Zeitraum von bis zu sieben Kalendertagen festgestellt werden.

Auf der Internetseite des G-BA sind der Beschluss, die tragenden Gründe sowie die Pressemitteilung zum Beschluss des G-BA abrufbar.