Tarifverhandlungen Zeitungsverlage: Nächste Verhandlungsrunde und Urabstimmung

Die Gehaltstarifverhandlungen des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) mit dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) und der Deutschen Journalisten-Union (dju/ver.di) werden am Sonntag, den 1. Juli 2018 in Hamburg fortgesetzt. Die Gewerkschaften haben zu Urabstimmungen über unbefristete Streiks aufgerufen.
Die siebte Verhandlungsrunde der seit Januar geführten Tarifverhandlungen ist „open end“ angesetzt. Die Gewerkschaften DJV und dju haben nach dem Scheitern der letzten Verhandlungsrunde am 4. Juni 2018 zu Urabstimmungen aufgerufen. Die beiden Gewerkschaften hielten sowohl die Laufzeit als auch die linearen Anhebungen des letzten BDZV-seitigen Angebotes für inakzeptabel.
Die Verleger hatten zuletzt Gehaltserhöhungen zum 1. Mai 2018 um 1,7 % zzgl. 500 € Einmalzahlung sowie um weitere 2,2 % ab dem 1. Januar 2019 bei einer Gesamtlaufzeit von 32 Monaten angeboten. Für Berufseinsteiger und Volontäre waren überproportionale Gehaltserhöhungen vorgesehen.
Zum Angebot der Verleger gehörte zudem die Verlängerung des Manteltarifvertrags bis 31. Dezember 2020, eine Öffnungsklausel, die auf Wunsch der Arbeitnehmer eine Entgeltumwandlung ermöglicht, die Ver- bindung der Berufsjahresstaffel mit optionalen Qualifizierungsangeboten sowie ein Altersversorgungstarifvertrag für Online-Redakteure in tarifgebundenen Gesellschaften.
Die Gewerkschaften haben dieses Angebot zurückgewiesen.