Rechnerische Auswirkungen durch das Lohnabkommen vom 3. Mai 2019

Am 3. Mai 2019 wurde zwischen dem Bundesverband Druck und Medien (bvdm) und der Gewerkschaft ver.di ein neues Lohnabkommen vereinbart. Dadurch wird der bisherige Lohntarif, der bis zum 31. August 2018 gegolten hat, rückwirkend zum 1. September 2018 wieder in Kraft gesetzt. Das neue Abkommen sieht mit seiner Laufzeit von 36 Monaten drei lineare Lohnerhöhungen vor. Der bvdm wird bis Ende Mai dieses Jahres über die Annahme des Tarifabschlusses entscheiden. Vorbehaltlich dieser Annahme werden nachfolgend die rechnerischen Auswirkungen auf die Kostenbelastungen 2019 dargestellt.

Das Lohnabkommen der Tarifvertragsparteien der Druckindustrie enthält folgende Positionen:

  • Laufzeit von 36 Monaten bis zum 31.08.2021
  • Tariflohnerhöhung von linear 2,4 % ab dem 01.05.2019; der Wochenecklohn (Lohngruppe V 100 %) erhöht sich auf 640,54 Euro, der Stundenlohn steigt auf 18,30 Euro (neue Bundesländer1 auf 16,68 Euro)
  • Tariflohnerhöhung von linear 2,0 % ab dem 01.06.2020; der Wochenecklohn (Lohngruppe V 100 %) erhöht sich auf 653,35 Euro, der Stundenlohn steigt auf 18,67 Euro (neue Bundesländer1 auf 17,19 Euro)
  • Tariflohnerhöhung von linear 1,0 % ab dem 01.05.2021; der Wochenecklohn (Lohngruppe V 100 %) erhöht sich auf 659,88 Euro, der Stundenlohn steigt auf 18,85 Euro (neue Bundesländer1 auf 17,37 Euro)
    (1 Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern)

Die in den nachfolgenden Tabellen dargestellten Kostenbelastungen für 2019 sind Durchschnittswerte, die neben vorgenannter Änderung zum 01.05.2019 auch die bereits mit vdmno News 1/2019 vom 03.01.2019 bekannt gegebenen Auswirkungen durch Änderungen im Bereich der Sozialgesetzgebung ab 01.01.2019 berücksichtigen. Nicht einbezogen sind z. B. Kostensteigerungen bei Material, Energie, Reparaturen, Mieten, Abschreibungen, Zinsen usw.

Das Lohnabkommen und die darauf basierenden Berechnungen gelten vorbehaltlich einer schriftlichen Zustimmung der Tarifvertragsparteien bis zum Ende Mai 2019.

Je nach Personal-/Kostenstruktur sowie Lohn- und Gehaltsstaffelung sind die Auswirkungen von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. Jedes Unternehmen sollte daher eigene Berechnungen vornehmen.

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