Pigmente in Druckfarben: Wassergefährdende Eigenschaften

Die in vielen Druckfarben vorkommenden Inhaltsstoffe (Azopigmente) wurden mit Inkrafttreten der AwsV am 1. August 2017 in die höchste Wassergefährdungsklasse 3 eingestuft. Dies hatte Auswirkungen auf die Gefährlichkeitseinschätzung und die damit zu treffenden Sicherungsmaßnahmen von Druckereien.
Aufgrund der damit einhergehenden Auswirkungen für Druckereien hat der bvdm gemeinsam mit dem Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e.V. (VdL) und dem Verband der Mineralfarbenindustrie e. V. (VdMi) den deutschen Behörden (speziell dem UBA) Argumente und Daten vorgelegt, die zeigen, dass diese Einstufung nicht gerechtfertigt ist. Darunter fallen die extrem schlechte Löslichkeit, die geringe Bioverfügbarkeit sowie die fehlende Toxizität der betreffenden Azopigmente.

Aufgrund der damaligen Diskussion und der Bearbeitung der Einstufung von Azofarbstoffen im Hinblick auf Azopigmente empfahl der bvdm, bei Forderungen durch Behörden, insbesondere im Hinblick auf die mögliche Umrüstung von Anlagen, auf die noch offene Diskussion zur strittigen WGK-Einstufung hinzuweisen. Nun können Forderungen aufgrund dieser Thematik nicht mehr erfolgen.

Alle weiteren Informationen können Sie der aktualisierten Mitgliederinformation entnehmen.

Das komplette Rundschreiben können Sie hier downloaden