Neue Normen zu Druckplatteneigenschaften

  • Druckplatten für den Offsetdruck
    Die ISO 12635 reduziert die „historisch gewachsenen“ Druckplattenformate für sämtliche Offsetdruckmaschinen und Formatklassen auf nunmehr insgesamt 227 bevorzugte Abmessungen.
    Die Vorgaben zielen darauf ab, Aluminiumabfall bei der Druckplattenproduktion zu vermeiden sowie Lagerhaltung und Logistik von Druckplatten zu vereinfachen.
    Leider konnte innerhalb des zuständigen Normungsgremiums keine Einigung mit den Druckplattenherstellern erzielt werden, im Interesse der Druckereien künftig die Plattendicke präziser zu kommunizieren.
  • Prozesslose Druckplatten
    Bei den sogenannten prozesslosen Druckplatten wird die Druckplattenschicht an den bildfreien Stellen nicht in einer Entwicklungs- oder Auswaschstation entfernt, sondern erst in der Druckmaschine durch Feuchtmittel und Druckfarbe abgetragen.
    ISO 24487-1 beschreibt Methoden, mit denen sich ermitteln lässt, wie schnell und vollständig die Schichtreste entfernt werden, wie widerstandsfähig die Druckplatten gegen Abrieb/Verkratzen, Tonen und Reinigungschemikalien sind und wie sie sich nach Druckunterbrechungen verhalten. Die Tests erfordern keine speziellen Laborgeräte und können sowohl vom Druckplattenhersteller als auch von der Druckerei selbst durchgeführt werden.
  • Die erwähnten Normen liegen in englischer Sprache vor. ISO-Normen werden in Deutschland durch den Beuth-Verlag (www.beuth.de/de/regelwerke) vertrieben oder können direkt bei der ISO (www.iso.org) bezogen werden.

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