Indexwerte der Erzeugerpreise für Maschinen, Apparate und Anlagen der Druck- und Medienindustrie 1990 – 2021

Mit Indexwerten kann die Wertentwicklung von Maschinen und Anlagen der Druck- und Medienindustrie beurteilt werden. Die auf diesen Indexwerten basierenden Multiplikatoren erleichtern die Ermittlung von aktuellen Wiederbeschaffungsneuwerten (WBN) in der Kosten- und Leistungsrechnung der Betriebe bei einzelnen Anlagen, ausgehend vom jeweiligen Anschaffungsjahr. So entfällt durch den Rückgriff auf die Indexwerte die aufwendige Einzelermittlung eines WBN.

Indexreihen der Erzeugerpreise für die Druck- und Medienindustrie

Die Preisentwicklung typischer Maschinen, Apparate und Anlagen der Druckindustrie bildet das Statistische Bundesamt in verschiedenen Indexreihen ab. Der Erzeugerpreisindex „Druck- und Buchbindereimaschinen und -apparate“ fasst dabei alle in den Produktionsbereichen Druck und Weiterverarbeitung benötigten Anlagen zusammen. Alternativ können die beiden Indexreihen „Druckmaschinen“ und „Buchbindereimaschinen und -apparate“ verwendet werden.

Warum Indizes?

Die jährlich notwendige Neufestsetzung der WBN für die Kostenrechnung kann durch Einzelermittlung oder mittels Indizes durch Umrechnung der Anschaffungswerte erfolgen. Zur Einzelermittlung eines WBN sollte der gegenwärtige Anschaffungspreis (Tageswert) der betreffenden Anlage herangezogen und um jene Preisanteile bereinigt werden, die durch technische Weiterentwicklungen bedingt sind. Diese aufwendige Vorgehensweise ist i. d. R. nur bei größeren Anlagen sinnvoll. Ansonsten kann auf die Indexreihen für Erzeugerpreise des Statistischen Bundesamtes zurückgegriffen werden.

Ermittlung von Wiederbeschaffungsneuwerten mit Indizes

Anhand der Indizes wurden vom Bundesverband Druck und Medien Multiplikatoren ermittelt, die als Faktoren zur Berechnung der WBN der in den jeweiligen Jahren angeschafften Maschinen bzw. Anlagen heranzuziehen sind. Der aktuelle WBN einer Maschine ergibt sich aus der Multiplikation des Anschaffungspreises des Anlagegutes und dem Multiplikator des entsprechenden Anschaffungsjahres.

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