Gewerbesteuervorauszahlung: Antragsfrist für Herabsetzung verlängert

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat in Übereinstimmung mit den obersten Finanzbehörden der Länder in einem BMF-Schreiben verkündet, dass coronageschädigte Steuerpflichtige auch im Jahr 2021 einen Antrag auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlung beim zuständigen Finanzamt stellen können. Die Antragstellung muss bis zum 31. Dezember 2021 erfolgen.

  • Ausnahmen
    In einem Schreiben vom 25. Januar 2021 verweist nun das Bundesfinanzministerium darauf, dass das Finanzamt bei Kenntnis veränderter Verhältnisse hinsichtlich des Gewerbeertrages für den laufenden Erhebungszeitraum die Anpassung der Gewerbesteuervorauszahlungen veranlassen kann. Diese Regelung gilt hierbei insbesondere für die Fälle, in denen das Finanzamt die Vorauszahlungen für die Einkommensteuer und Körperschaftsteuer anpasst.

Das bedeutet, dass nachweislich unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich betroffene Steuerpflichtige bis zum 31. Dezember 2021 – unter Darlegung ihrer Verhältnisse – Anträge auf Herabsetzung des Gewerbesteuermessbetrages für Zwecke der Vorauszahlungen stellen können.

  • Die Gewerbesteuerstundungs- und Erlassanträge sind – bis auf Ausnahmefälle – an die Gemeinden zu richten.