Dritte Kurzumfrage: Auswirkungen der Corona-Krise auf die Druck- und Medienindustrie

  1. Erkenntnisse aus der dritten Kurzumfrage
    Aufträge

    Auftragsstornierungen machen immer noch den meisten Unternehmen zu schaffen. Allerdings ist mittlerweile der Anteil der starken Betroffenheit zurückgegangen.
    Personal
    Der Anteil der von coronavirusbedingten Personalengpässen betroffenen Unternehmen ist gegenüber dem Frühjahr gestiegen. Während damals vor allem Probleme bezüglich der Kinderbetreuung existierten, dürften jetzt infektionsbedingte Ursachen, wie die Quarantäne von Mitarbeitern, den Personalmangel verursachen. Auf diese Weise findet eine faktische (Teil-)Stilllegung von Betrieben statt.
    Investitionen
    Gespart wird vor allem durch Investitionsverschiebungen und -streichungen und bei den Personalkosten (vor allem Kurzarbeit). Zwar werden auch Entlassungen in Erwägung gezogen – so planen 40 % der Unternehmen einen Personalabbau im Produktionsbereich. Die meisten Unternehmen planen derzeit jedoch keinen Abbau von Stellen.
    Aussichten
    Die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen hat zugenommen. Zum Zeitpunkt der Befragung können die meisten Unternehmen noch mehr als 6 Monate durchhalten und somit mindestens bis zum Juni 2021.
    Fazit
    Trotz der jüngsten Entwicklungen in Bezug auf die baldige Verfügbarkeit eines Corona-Impfstoffes, hat die Unsicherheit gegenüber dem Juni nochmals zugenommen. Mittlerweile sehen sich rund 40 % der Unternehmen nicht im Stande, eine Prognose hinsichtlich des Zeitpunktes einer weitgehenden Normalisierung ihrer Geschäftslage abzugeben. Die noch im Juni vorhandene hoffnungsvolle Einschätzung ist somit einer situationsbedingten Ungewissheit bezüglich der zukünftigen Geschäftsentwicklung gewichen.
  • Teilnehmerstruktur der dritten Kurzumfrage
    464 Unternehmer nahmen im Zeitraum zwischen dem 23. November und dem 29. November 2020 an der Kurzumfrage der Druck- und Medienverbände teil. Nach der Plausibilitätsprüfung sowie dem Ausschluss von unvollständigen Rückmeldungen verblieben 411 Teilnehmer in der finalen Auswertungsstichprobe. Diese hohe Teilnehmerzahl unterstreicht erneut die hohe Aussagekraft der Umfrageergebnisse.
    87 % der Teilnehmer der ausgewerteten Stichprobe gehören Unternehmen an, die Mitglied in einem Landesverband Druck und Medien sind.
    Rund 61 % der befragten Unternehmen haben ihren Hauptsitz in Bayern, Nordrhein-Westfalen oder Baden-Württemberg.
    75 % der Teilnehmer haben weniger als 50 Mitarbeiter, sodass die Stichprobe erneut der KMU-Struktur der Branche Rechnung trägt.
    20 % der Befragten sind für mittelgroße Unternehmen tätig.
    70 % der Teilnehmer ist hierbei überwiegend im Werbe- und Akzidenzdruckbereich tätig.

Das komplette Rundschreiben mit den Ergebnissen der Umfrage können registrierte Mitglieder hier downloaden