Verordnung zur dritten Mindestlohnanpassung beschlossen

Am 28. Oktober 2020 hat das Bundeskabinett die Dritte Mindestlohnanpassungsverordnung beschlossen. Die Verordnung, die die Entscheidung der Mindestlohnkommission vom 30. Juni 2020 umsetzt, soll zum 1. Januar 2021 in Kraft treten.

  • Der gesetzliche Mindestlohn steigt in den Jahren 2021 und 2022 in vier Schritten

9,50 Euro brutto je Stunde ab 1. Januar 2021

9,60 Euro brutto je Stunde ab 1. Juli 2021

9,82 Euro brutto je Stunde ab 1. Januar 2022

10,45 Euro brutto je Stunde ab 1. Juli 2022

Die Anhebung des Mindestlohns wirkt sich insbesondere auf die Vertragsgestaltung bei Minijobs aus. Da die Geringfügigkeitsgrenze weiterhin bei 450 Euro pro Monat liegt, können in Minijobs ab 1. Januar 2021 nur noch rund 47 Stunden im Monat gearbeitet werden, ab 1. Juli 2021 rund 46,8 Stunden. Wird die 450 Euro-Grenze auch 2022 nicht angehoben, sinkt die Stundenzahl weiter auf 45,8 bzw. 43 Stunden.

  • FAQ
    Fragen und Antworten zum Mindestlohn stellt die Bundesregierung auf ihrer Internetseite zur Verfügung.
  • Informationen für Mitgliedsunternehmen
    Der Leitfaden des bvdm zum gesetzlichen Mindestlohn wird derzeit überarbeitet und zum Jahreswechsel zur Verfügung stehen