Corona-Überbrückungshilfen: Antragsfrist verlängert!

  • Antragsfrist bis 30. September 2020 verlängert
    Seit dem 10. Juli ist es für Corona-geschädigte kleine und mittelständische Unternehmen möglich, über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer die staatlichen Corona-Überbrückungshilfen zu beantragen. Angesichts diverser technischer Schwierigkeiten und Verzögerungen beim Registrierungsprozess auf der bundesweiten Online-Plattform, wurde nun die Antragsfrist, die ursprünglich am 31. August 2020 enden sollte, bis zum 30. September 2020 verlängert.
  • Stärkung der Liquidität
    Um die Liquidität von kleinen und mittelständischen Unternehmen, Freiberuflern, Soloselbstständigen und gemeinnützigen Organisationen, die in Folge der coronabedingten infektionsschutzpolitischen Maßnahmen enorme Umsatzeinbußen erlitten haben, zu stärken, wurde von der Bundesregierung das Corona-Überbrückungshilfeprogramm beschlossen. Seit dem 10. Juli ist es somit möglich, staatliche Zuschüsse zur anteiligen Deckung der betrieblichen Fixkosten für die Monate Juni bis August zu erhalten. Die Antragsstellung erfolgt hierbei ausschließlich in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer, die sich zuvor über die entsprechende bundesweite Online-Plattform registrieren müssen. Die ursprüngliche Antragsfrist sollte am 31. August enden. Nun hat das Bundeswirtschaftsministerium mitgeteilt, dass die Antragsfrist um einen Monat verlängert wird, sodass die Antragsstellung bis zum 30. September möglich sein wird.
  • Verzögerung bei der Antragsstellung
    Wir hatten über das Corona-Überbrückungshilfeprogramm mit unseren vdmno News 30/2020 vom 10. Juli 2020 informiert und darauf hingewiesen, dass es angesichts der Nutzung einer einzigen digitalen Registrierungs- und Antragsstellungsplattform zu Verzögerungen kommen könnte. Dieses Problem ist in den vergangenen Wochen vermehrt aufgetreten.
    So haben sowohl der Deutsche Steuerberaterverband als auch die Bundessteuerberaterkammer in den letzten Wochen kritisiert, dass es immer wieder zu Verzögerungen bei der Registrierung für das Onlineverfahren gekommen ist. Zudem kam es insbesondere in der Anfangsphase des Programms verstärkt zu technischen Schwierigkeiten auf der Online-Plattform, was die Registrierung zusätzlich stark beeinträchtigte. In der Praxis geht die Antragstellung zudem mit einem erheblichen Zeitaufwand einher, sodass die Verlängerung der Antragsfrist eine unabdingbare Notwendigkeit für die Gewährleistung der Funktionsfähigkeit des Programms darstellt.
  • Anpassung des Ablaufs der Antragsstellung geplant
    Das Bundeswirtschaftsministerium wird hierzu in Abstimmung mit den Bundesländern die bestehenden Verwaltungsvereinbarungen und Vollzugshinweise in Kürze ändern.

Aktuelle Informationen und der kontinuierlich aktualisierte FAQ-Katalog des Bundeswirtschaftsministeriums zu den Überbrückungshilfen können der entsprechenden bundesweiten Antragswebseite entnommen werden.

Das komplette Rundschreiben können registrierte Mitglieder hier downloaden