Corona-Überbrückungshilfen II: Jetzt beantragen!

  • Überbrückungshilfeprogramms II
    Seit dem 21. Oktober haben kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit im Rahmen des Corona-Überbrückungshilfeprogramms II nichtrückzahlbare direkte Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten zu beantragen. Im zweiten Programm wurden nun die Antragsbedingungen dieser Bundeszuschüsse für kleine und mittelständische Unternehmen, Soloselbstständige, Angehörige der Freien Berufe (im Haupterwerb) und gemeinnützige Organisationen und Einrichtungen, die ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten, gelockert.
  • Antragsstellung
    Die Antragsstellung erfolgt erneut ausschließlich in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt über die bekannte bundesweite Online-Antragsplattform.
    Der zur Erleichterung der Antragsstellung angefertigte umfassende FAQ des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) liegt nun in der aktualisierten Version vor. Die Anträge auf Überbrückungshilfe werden in den jeweils zuständigen Ländern bearbeitet. Eine Liste der für die entsprechenden Bundesländer zuständigen landesspezifischen Bewilligungsstellen befindet sich auf der Webseite des BMWi.
  • Voraussetzungen
    Der Antragssteller musste seine Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen. Hierbei wird nunmehr von einer vollständigen oder teilweisen Einstellung der Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise ausgegangen, wenn der Umsatz in zwei aufeinander folgenden Monaten im Zeitraum zwischen April und August 2020 um zusammengenommen mindestens 50 % gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen ist (bisher: Umsatzeinbruch im April und Mai um zusammengenommen mindestens 60 % gegenüber den Vorjahresmonaten) oder im Zeitraum zwischen April und August um durchschnittlich mindestens 30 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum eingebrochen ist.
    Erneut spielen auch die Umsatzeinbußen in dem Fördermonat eine relevante Rolle. Der Umsatz im Fördermonat muss jetzt allerdings nur noch mindestens 30 % (statt wie bisher 40 %) unter dem Umsatz des Vorjahresmonats liegen.
  • Förderhöhe der Zuschüsse
    Die Förderhöhe steigt mit der Höhe der Umsatzeinbußen und orientiert sich wieder an den betrieblichen Fixkosten. Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von 90 % (bisher 80 %) der Fixkosten bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % im Antragsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat, 60 % (bisher 50 %) der Fixkosten bei einem Umsatzeinbruch zwischen 50 % und 70 % im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat, 40 % der Fixkosten bei Umsatzeinbruch von mindestens 30 % (bisher mehr als 40 %) und unter 50 % im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.
    Die generell gültige maximale Förderhöhe beträgt nach wie vor 50.000 Euro pro Monat und somit nun 200.000 Euro für vier Monate, wobei die bisherige Förderdeckelung für alle Kleinstunternehmen und Kleinunternehmen mit genau 10 Mitarbeitern ersatzlos gestrichen wird. Bisher betrug diese Förderhöchstgrenze 9.000 Euro bei Betrieben mit bis zu 5 Beschäftigten und 15.000 Euro bei Betrieben mit bis zu 10 Beschäftigten.
    Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt oder die Insolvenz angemeldet haben, ist ausgeschlossen.
  • Antrags- und Auszahlungsfristen
    Der Leistungszeitraum des neuen Programms umfasst die Monate September bis Dezember 2020, wobei ein Zuschuss über maximal vier Monate gewährt werden kann. Die Antragsfrist endet am Dezember 2020.
    Zudem sollen im Rahmen der Schlussabrechnung künftig nicht nur Rückforderungen, sondern auch Nachzahlungen möglich sein.
  • Bewertung

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