bvdm-Konjunkturtelegramm Januar 2021

  • Zweite Corona-Welle verschlechtert Branchenstimmung zum Jahresbeginn

Während sich das Geschäftsklima in der deutschen Druck- und Medienbranche zum Ende des letzten Jahres aufhellte, trübte es sich im Januar coronabedingt sichtlich ein. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex fiel gegenüber dem Vormonat deutlich um saisonbereinigt 7,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr vergrößert sich damit das Minus auf -9,7 Prozent. Nach wie vor liegt der Index aber über dem Corona-Tiefstand vom April 2020.

Im Januar bewerteten die vom ifo-Institut befragten Druck- und Medienunternehmen sowohl ihre aktuelle Geschäftslage als auch ihre Erwartungen hinsichtlich ihrer Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten sichtlich schlechter als noch im Dezember des vergangenen Jahres. Die Werte der aktuellen und der erwarteten Geschäftslage bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt.

Die coronabedingt schwache Auftragslage setzt den Unternehmen offensichtlich stark zu. So ist der Auftragsmangel der mit Abstand meistgenannte Grund (66 Prozent) für die derzeit auftretenden Produktionsbehinderungen in den Betrieben. Daher ist es auch wenig überraschend, dass die gegenwärtige Kapazitätsauslastung der Unternehmen bei durchschnittlich 75,8 Prozent und damit 8,4 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert liegt.

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