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Jahresversammlung 2019
Lutherstadt Wittenberg
17. und 18. Mai 2019
Die neuen Impressionen gibt es in Kürze …

Lieferkettenkommunikation zu Konfliktmaterialien

Bei den Verbänden Druck und Medien häufen sich Rückfragen seitens der Mitglieder, wie mit Anfragen zur Berichterstattung von Konfliktmaterialien innerhalb der Lieferkette umgegangen werden soll.

Hintergrund für die Abfrage des Einsatzes von Konfliktmaterialien ist der Dodd-Frank Act (kurz für Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act), einer US-Verordnung, die u.a. Berichts- und Offenlegungspflichten hinsichtlich der Verwendung von Konfliktmineralien vorschreibt. Es handelt sich dabei um die Rohstoffe Zinn, Tantal, Gold und Wolfram (3TG), die aus der Demokratischen Republik (DR) Kongo oder ihren Nachbarstaaten stammen. Der Dodd-Frank Act enthält Vorschriften zum Umgang mit diesen Konfliktmineralien, die für die Herstellung vieler Verbrauchsgüter, insbesondere in der Automobil-, Luftfahrt-, Elektronik-, Verpackungs-, Bau-, Beleuchtungs-, Maschinenbau- und Werkzeugindustrie verwendet werden.

Mit dem Dodd-Frank Act will man erreichen, dass keine gewaltsamen Konflikte und Menschenrechtsverletzungen mehr in den genannten Regionen mitfinanziert werden.

Alle an der US-Börse gelisteten Unternehmen müssen Offenlegungspflichten nachkommen, aus denen hervorgeht, ob die genannten 3TG-Ressourcen in ihren Produkten enthalten sind (sog. Conflict Mineral Declaration). Die Regelungen gelten nicht, wenn die Rohstoffe zwar im Produktionsprozess eingesetzt werden, nicht aber im Produkt selbst Anwendung finden. Da das Gesetz jedoch Anforderungen an dessen gesamte Lieferkette bis hin zum Schmelzer und der Abbaumine stellt, sind auch sämtliche Zulieferer oder Sublieferanten mittelbar betroffen.

Die Offenlegungspflicht wird in der Praxis durch die Lieferkette weitergereicht. Zunehmend erhalten auch unsere Mitgliedsbetriebe in Deutschland von ihren Abnehmern aus den USA bzw. von Zwischenabnehmern, die in die USA weiterliefern, die Aufforderung, Erklärungen zu verwendeten Rohstoffen und deren Herkunft abzugeben. Praktisch geschieht die Informationsübermittlung z.B. über eine Excel-Berichtsvorlage für die Kommunikation innerhalb der Lieferkette, die von der Conflict-Free Sourcing Initiative (cfsi) entwickelt wurde. Mit ihr werden Informationen zum Mineralherkunftsland, den Hütten und Raffinerien abgefragt.

Bei der Beantwortung von Fragen zu Konfliktmineralien in Produkten und deren Herkunft sollten deutsche Unternehmen auf nachvollziehbare Weise und nach bestem Wissen und Gewissen vorgehen. Es empfiehlt sich, sich eng an den Vorgaben des Dodd-Frank Acts und den Ausführungsbestimmungen zu orientieren. Dabei ist zu beachten, dass der Dodd-Frank Act keine „Bestätigung“ oder „Versicherung“ der Aussage verlangt, sondern die Erklärung nach bestem Wissen und Gewissen ausreicht. Sec. 1502 des Dodd-Frank Acts verlangt ausschließlich, dass aus ihr hervorgeht, dass es nach eigener nachvollziehbarer Überprüfung keinen Grund gibt, davon auszugehen, dass in den Produkten eingesetzte Konfliktmineralien aus der DR Kongo oder Nachbarstaaten stammen.

Weiterführende Informationen sind hier zu finden: https://www.sec.gov/opa/Article/2012-2012-163htm—related-materials.html

Bei der Herstellung von Druckfarben und den Hilfsstoffen der Druckindustrie werden Mineralien oder Metalle, die Zinn, Tantal, Wolfram oder Gold enthalten und im Rahmen des Dodd-Frank Wall Street Reform Act (Sec. 1502) sowie im Rahmen der Verordnung (EU) 2017/821 meldepflichtig sein könnten, nach Informationen des Verbandes der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie nicht absichtlich als Rohstoffe eingesetzt. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass Spuren dieser Stoffe im Endprodukt vorhanden sind, welche aus dem Herstellungsprozess der Rohstoffe als unbeabsichtigte Verunreinigung stammen.

bvdm-Konjunkturtelegramm April 2019

April 2019: Unverändert angespanntes Geschäftsklima

Der im März 2019 beobachtete leichte Aufschwung des Geschäftsklimas in der deutschen Druck- und Medienbranche hat sich im April nicht verstetigt. Der vom Bundesverband Druck und Medien berechnete Geschäftsklimaindex ist um 2,2 Prozent von 101,0 auf 98,7 Zähler gesunken. Auch blieb er mit -1,9 Prozent unter dem Stand des Vorjahresmonats.

 

Die vom ifo Institut befragten Druck- und Medienunternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage negativer als im Vormonat und zeigten sich hinsichtlich der zukünftigen Geschäftslage skeptischer. Die Werte der aktuellen und erwarteten Geschäftslage bestimmen die Entwicklung des Geschäftsklimas, das einen guten Vorlaufindikator für die Produktionsentwicklung der Druck- und Medienindustrie darstellt.

Die April-Umfragewerte bestätigten zwar die verbesserte Produktionstätigkeit und Nachfrageentwicklung im Vormonat. Auch die Verkaufspreisentwicklung wurde für den März positiv beurteilt. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage wurde zugleich jedoch von dem weiterhin unbefriedigenden Auftragsbestand gedämpft. Daher sank der saisonbereinigte Geschäftslageindex gegenüber dem Vormonatswert um 1,8 Prozent auf 99,0 Zähler. Zudem entwickelte er sich gegenüber seinen Vorjahreswerten zum fünften Mal in Folge negativ. Gleichwohl ließ die Dynamik des Abschwungs mit derzeitigen -2,3 Prozent nach.

Zusätzlich zu der unbefriedigenden Beurteilung der aktuellen Geschäftslage trübten sich im April auch die Erwartungen der befragten Druck- und Medienunternehmen in Bezug auf ihre Geschäftslage in sechs Monaten ein. Der entsprechende saisonbereinigte Index sank gegenüber dem Vormonatsstand um 2,7 Prozent von 101,2 auf 98,4 Zähler. Das Niveau des Vorjahresmonats lag 1,5 Prozent höher. Die Unternehmen erwarten in den kommenden Monaten eine abnehmende Produktionstätigkeit. Außerdem gehen sie von einem verschärften Wettbewerbsdruck aus, der sich in der erwarteten negativen Entwicklung ihrer Verkaufspreise zeigt.

Hintergrundinformationen zum bvdm-Konjunkturtelegramm sowie Hinweise zur Teilnahme an den monatlichen ifo Konjunkturumfragen finden Sie unter www.bvdm-online.de/kt

Tarifabschluss in der Druckindustrie erzielt

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Tarifverhandlungen Druckindustrie: Gelingt die Einigung in Runde acht?

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Ausbildungsstatistik 2018 erschienen: Erfreulicher Anstieg bei den Neuverträgen

Im zweiten Jahr in Folge gab es 2018 bei den neuen Ausbildungsverträgen in der Druck- und Medienwirtschaft einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr. 4.777 neue Ausbildungsverträge wurden abgeschlossen, dies entspricht einem Plus von 1,42 Prozent. Insgesamt befanden sich 2018 in den drei Ausbildungsjahren 12.118 Jugendliche in der Ausbildung (2017: 12.172). Das Ergebnis zeigt, dass die Unternehmen in der Ausbildung ein probates Mittel gegen den Fachkräftemangel sehen.

Den höchsten prozentualen Anstieg bei den Neuverträgen verzeichnen die Medientechnologen Druckverarbeitung mit 5,62 Prozent, gefolgt von den Packmitteltechnologen mit einem Plus von 4,69 Prozent. Die Medientechnologen Druck und Siebdruck weisen ein Plus von 2,08 Prozent auf. Der beliebteste Beruf bleibt weiterhin der Mediengestalter Digital und Print, der mit 3.077 neuen Auszubildenden ein Plus von 0,69 Prozent aufweist. Nur beim Buchbinder gab es ein Minus von 17,50 Prozent, was aber lediglich einen Rückgang um 7 Neuverträge entspricht.

Laut Berufsbildungsbericht 2019 konnten im vergangenen Jahr über alle Ausbildungsberufe 1,6 Prozent mehr Neuverträge abgeschlossen werden, gleichzeitig stieg aber auch die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen. Die Zahl der Ausbildungsplatzsuchenden erhöhte sich um 9.000 Bewerber auf 556.000 Personen, was auf eine zunehmende Integration von jungen Menschen mit Fluchthintergrund zurückzuführen ist. Auf je 100 Ausbildungsinteressierte kamen 106 angebotene Ausbildungsplätze. Ein solches Verhältnis gab es zuletzt 1996.

Eine zentrale Herausforderung des Ausbildungsmarktes bleibt das Passungsproblem von Angebot und Nachfrage. Die Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze ist um 17,7 Prozent gestiegen. Dabei spielen bei den Jugendlichen verschiedene Faktoren wie das Image des Berufes, angebotene Konditionen während der Ausbildung oder auch der Standort eine Rolle.

Um den passgenauen Bewerber zu finden, bieten die Verbände seit Jahresbeginn die neuen Online-Eignungstests an. Weiterhin stehen die Materialien der Nachwuchskampagne „Gestochen scharf – Perfekt veredelt“ den Mitgliedsunternehmen zur Verfügung. In der Ausbildungsplatzbörse auf der Webseite druckindustrie.de können Sie Ihre offenen Ausbildungsplätze anbieten.

Die nachfolgende Übersicht und die Grafiken zeigen einen Ausschnitt aus der umfangreichen Bildungsstatistik des Zentral-Fachausschusses Berufsbildung Druck und Medien (ZFA), Kassel, die gerade erschienen ist.

Erweiterte FAQ-Liste zum Verpackungsgesetz veröffentlicht

Der Anhang zum Leitfaden Verpackungsgesetz des bvdm in seiner dritten Version liegt vor. Alle beim bvdm zentral gesammelten Fragen zur Umsetzung in der Praxis leitet der bvdm zur offiziellen Klärung an die Zentrale Stelle Verpackungsregister weiter. Fortlaufend erscheinen die Antworten in einem Anhang zum Leitfaden Verpackungsgesetz des bvdm.

Die vielen noch offengebliebenen Fragen zur Umsetzung des Verpackungsgesetzes, die auch mit dem bvdm-Leitfaden, der Roadshow zum Verpackungsgesetz und den weiteren zur Verfügung gestellten Materialien nicht beantwortet werden konnten, hat der bvdm gesammelt an die Zentrale Stelle Verpackungsregister gesendet.

In der mittlerweile dritten Version des Anhangs zum bvdm Leitfaden Verpackungsgesetz sind 24 Fragen und Antworten enthalten. Dieser Anhang mit Fragen und Antworten rund um die praktische Auslegung wird auch weiterhin in regelmäßigen Abständen erweitert. Er ist für Mitglieder kostenfrei.

BIBB-Handbuch zum Nachteilsausgleich für behinderte Auszubildende

Menschen mit Behinderung haben ein Recht auf Nachteilsausgleich in Ausbildung und Prüfung. Dadurch wird im Sinne von Teilhabe und Inklusion die Einbeziehung in das bisherige System der Berufsbildung gefördert und dem verfassungsrechtlichen Teilhabegebot entsprochen.

Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung regeln, dass die Prüfungsordnungen der Ausbildungsberufe die besonderen Verhältnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigen. Die Gewährung von Nachteilsausgleichen kann beispielsweise in Form von Verlängerung der Prüfungsdauer, Zulassung von Hilfsmitteln oder Inanspruchnahme von Hilfsleistungen Dritter, z.B. Gebärdensprachdolmetscher, erfolgen. Die fachlichen, qualitativen Ansprüche an die Prüfungsteilnehmer/-innen werden nicht verringert und die Prüfungsinhalte bleiben für alle Auszubildenden gleich.
Die 2014 erschienene Publikation richtet sich an alle, die mit der Berufsausbildung von Menschen mit Behinderung betraut sind. Das Handbuch gibt Antworten zur praktischen Umsetzung des Nachteilsausgleichs und bietet anwendungsbezogene Lösungsvorschläge in Form von Fallbeispielen.

Sie erhalten die Broschüre als kostenlosen Download im PDF-Format unter https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/publication/show/7407

Cyber-Gefahren nicht unterschätzen!

Protection concept. Protect mechanism, system privacy. Vector illustration

Die BSI-Allianz für Cyber-Sicherheit veröffentlichte eine besorgniserregende Bilanz über wirtschaftliche Schäden durch Cyber-Angriffe im Jahr 2018. Auch den bvdm erreichten diesbezügliche Informationen zu Produktionsausfällen in Druckereien.

In einer Pressemeldung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vom 10.04.2019 werden die Ergebnisse einer Umfrage ausgewertet, die 2018 im Rahmen der „Allianz für Cyber-Sicherheit“ unter 1.039 teilnehmenden deutschen Unternehmen, Behörden und anderen Organisationen durchgeführt wurde. Insgesamt waren 33 % der Teilnehmer von Cyber-Sicherheitsvorfällen betroffen, Großunternehmen noch häufiger (43 %) – ein Alarmsignal, dass die Gefahr noch immer unterschätzt wird. Zu den Kosten für Produktionsstörungen und -ausfälle kamen häufig noch Kosten für die Aufklärung der Vorfälle und die Wiederherstellung der IT-Systeme (bei 65 % der Betroffenen) sowie Reputationsschäden (22 %) hinzu. Die komplette Umfrageanalyse kann hier abgerufen werden: https://t1p.de/5mx8

Den bvdm erreichten in den vergangenen Monaten ebenfalls Informationen über teilweise erhebliche Produktionsausfälle durch Cyber-Angriffe auf Mitgliedsunternehmen. Grund genug, erneut auf die 2017 erarbeitete bvdm- Publikation „Schutz vor Cyberangriffen – Leitfaden für Betriebe der Druck- und Medienwirtschaft“ hinzuweisen. Sie berücksichtigt auch sicherheitskritische Geschäftsfelder wie Website-Programmierung, Online-Shops und Private-Cloud-Services. Die Empfehlungen und Kriterien in diesem Leitfaden stützen sich sowohl auf die Informationsschriften des BSI als auch auf Tests renommierter Prüflabore, Fachzeitschiften und unabhängiger Beratungsunternehmen.

Der 25 Seiten umfassende Leitfaden mit Checklisten kann als PDF-Datei im bvdm-Shop heruntergeladen werden: https://t1p.de/0x8a

Er ist für Mitglieder kostenlos, für Nicht-Mitglieder kostet er 105,91 € inkl. MwSt.

(Der in diesem Schreiben verwendete deutsche Kurz-URL-Dienst „t1p.de“ erfüllt alle Vorgaben des Bundesdatenschutzgesetzes und der DSGVO und prüft automatisch auf Malware-Befall und Phishing-Versuche. Er wird von zahlreichen öffentlichen Stellen wie dem Auswärtigen Amt, deutschen Botschaften, Polizeibehörden und Presseagenturen genutzt.)

Tarifverhandlungen Druckindustrie: erste Fortschritte in 7. Verhandlungsrunde

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Stromerzeugungsanlagen: Registrierung beachten

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