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Messekataloge umsatzsteuerbegünstigt

Druck- und Medienunternehmen, die Messekataloge produzieren, müssen ab dem 1. April 2017 die entsprechenden Umsätze dem ermäßigten Steuersatz von 7 % unterwerfen. Dies geht aus einem Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen hervor, das dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) zugesandt wurde (siehe Link). Damit halten die Finanzbehörden des Bundes und der Länder an der bisherigen Verwaltungsauffassung einer Normalbesteuerung nicht mehr fest.

Für vor dem 1. April 2017 ausgeführte Umsätze wird es für Zwecke des Vorsteuerabzugs des Leistungsempfängers jedoch nicht beanstandet, wenn der leistende Unternehmer Umsätze mit Messekatalogen dem allgemeinen Steuersatz unterwirft.

Hintergrund der geänderten Verwaltungsauffassung ist ein Urteil des Bundesfinanzhofs (Aktenzeichen: VII R 12/15) aus dem Jahr 2016. In diesem werden Messekataloge als Verzeichnisse verstanden, die für (Fach-)Besucher von Messen in erster Linie zur Information dienen. Mit der bloßen Nennung der Aussteller in den Verzeichnissen der Kataloge würden keine Waren oder Dienstleistungen angepriesen. Messekataloge werden daher von reinen Werbekatalogen abgegrenzt und umsatzsteuerlich begünstigt.

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